Legalität und Regulation von Bitcoin in Österreich

by Admin

Posted on Nov 23, 2017 6:36 PM

Tags: bitcoin osterreich legalität Rechtsschutz Regelung

Mit Bitcoin kann man dezentral Finanzgeschäfte abwickeln und Waren kaufen. Die virtuelle Währung scheint praktisch und unproblematisch zu sein. Wie sieht es jedoch mit der Legalität der Kryptowährung aus, und welche Regulationen gibt es in Österreich für ihren Gebrauch?

Keine staatliche Regelung und Rechtsschutz bei der Verwendung von Bitcoins

Die Kryptowährung unterliegt in Österreich keiner Regulierung oder Aufsicht von Seiten der Finanzmarktaufsicht. Allerdings kann für bestimmte Geschäftsmodelle, die auf Bitcoins basieren, eine spezielle Konzession der Finanzmarktaufsicht benötigt werden.
Transaktionen, die nicht genehmigt wurden oder falschen Transaktionen können nicht rückgängig gemacht werden. Auch kann die Akzeptanz der Kryptowährung nicht gewährleistet werden. Jeder Vertragspartner entscheidet selbst, ob er Bitcoins akzeptiert.
Ein dauerhafter Bestand von Bitcoin als digitales Tausch- und Zahlungsmittel kann nicht gesichert werden. Zusammen mit der Tatsache, dass die Bitcoin-Kurse starken Schwankungen unterlegen sind, machen die Kryptowährung hoch spekulativ.


Bitcoins – völlig legal in Österreich

Trotz fehlender staatlicher Regulierung und Rechtsschutz bei der Verwendung muss jedoch eindeutig darauf hingewiesen werden, dass Bitcoins in Österreich, wie auch in anderen Ländern legal sind. D.h. sie dürfen als Zahlungs- und Tauschmittel eingesetzt werden.
Durch die Anonymität der Nutzer kann krimineller Missbrauch betrieben werden
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass Transaktionen nur sehr schwer, wenn überhaupt zurückverfolgt werden können, da die Empfänger und Absender anonym bleiben.
Somit können Bitcoin-Transaktionen – obwohl selbst legal - zur Zahlung illegaler Aktivitäten, wie z.B. Geldwäsche, Drogenhandel und Kinderpornografie benutzt werden.

Position der Europäische Zentralbank (EZB)

Die EZB befürwortet eine starke Regulierung von Krypto Geldern wie dem Bitcoin. Sie argumentiert, dass deutliche Kursschwankungen, implizite Gefahr der Geldwäsche durch anonyme Geldflüsse sowie mögliche Nutzung zur Finanzierung von terroristischen Vereinigungen gegen die Kryptowährungen sprechen würden. 



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