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Ethereum Classic (ETC)

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Datum gefunden

Jul 29, 2015

Name des Gründers

Igor Artamonov

Name

Ethereum Classic

Ticker

ETC

Ethereum Classic (ETC) image

overview

The existence of Ethereum Classic may sound confusing to many novices in the crypto scene. In popular belief, Ethereum Classic is a split (hard fork) of Ethereum, much like Bitcoin Cash and Bitcoin. But why is the spin-off called "Classic"? Should not Ethereum be the classic cryptocurrency?

 

To understand all this, one must know an important milestone in the history of Ethereum . In 2016, the Ethereum Community launched the Decentralized Autonomous Organization (DAO), which was financed by independent investors and should act as a venture capital fund for the development of DApps. According to this concept, investors bought DAO tokens with ethers and, in contrast, received voting rights. After approval of the DApp projects for approval in a first round by so-called curators, the voting process began. With only 20% favorable votes, the project developers then received the necessary cash injection from the DAO to start. Within a month, the equivalent of $ 150 million came together - a huge success story set in. But some attentive crypto specialists were not so euphoric, because the DAO had a huge security gap: Investors who wanted to leave the organization could do so through a specific function. They got back all the ethers they had invested in the DAO - the only requirement was that those ethers had to be kept for 28 days before they could be spent. It was not long before someone took advantage of this system to steal $ 50 million worth of ethers.

 

Der DAO „Hack“ war ein riesiger Skandal. Die DAO war eine der ersten und größten Applikationen gewesen, die auf der Ethereum Plattform gebaut worden waren – folglich wirkte sich der Skandal auch auf den Ruf der gesamten Plattform (und auf den ETH-Preis!) aus. Das geschah allerdings ein wenig zu Unrecht, denn Ethereum hatte mit der DAO-Sicherheitslücke theoretisch nichts zu tun, und die Ethereum Blockchain war nach wie vor sicher. Doch verständlicherweise assoziierten die Menschen die DAO mit Ethereum, und wandten sich von der Kryptowährung ab.

Die Community musste schnell reagieren. Denn: Es schien noch nicht alles verloren zu sein, da sich die gestohlenen 50 Millionen Dollar ja noch im 28-Tage-Speicher befanden, der von dem Smart Contract vorgeschrieben war. Die Community evaluierte die vorhandenen Optionen und entschied sich letztendlich für eine Hard Fork. Durch die Teilung der Blockchain war es möglich, dass Geschehene ungeschehen zu machen, indem die Transaktion als ungültig erklärt wurde. Die Hard Fork fand bei der Blocknummer 192000 statt. Dabei wurde ein neues Ethereum mit einem neuen Protokoll geschaffen: Dies ist das Ethereum, wie wir es heute kennen. Gründer Vitalik Buterin und viele weitere, namhafte Developer folgten dem abgespalteten Ethereum in eine aussichtsreiche Zukunft. Die 50 Millionen Dollar konnten wiederhergestellt und den Investoren zurückgegeben werden. Schon bald sollte niemand mehr über den unbequemen Vorfall reden.

 

Doch eine kleine Minderheit stimmte entschieden gegen die Hard Fork. Mit dieser Art von „Manipulation“ verstoß man nämlich gegen die ideologischen Prinzipien der Blockchain-Kultur. Es fand also nicht nur eine Spaltung der Blockchain, sondern auch eine Spaltung der Community statt. Die wenigen Menschen, die der Ideologie treu blieben, nutzten weiterhin die alte Blockchain und nannte diese fortan „Ethereum Classic“. Deshalb handelt es sich bei Ethereum Classic um die ursprüngliche Ethereum-Version bis Block Nummer 192000. Naturgemäß sind sich beide Plattformen sehr ähnlich. Ethereum Classic bietet ebenfalls Smart Contracts und DApps an, welche in der Programmiersprache Solidity entwickelt werden.

Die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen Ethereum und Ethereum Classic sind Bestandteil zahlreicher Vergleiche. Schon beim Besuch auf der offiziellen Ethereum Classic-Webseite sticht einem der Slogan ins Auge: Decentralized – Immutable – Unstoppable. Also „dezentralisiert, unveränderlich, unaufhaltsam“. Das Developer-Team beschreibt Ethereum Classic als Fortführung der originalen Ethereum Blockchain mit einer unveränderten Historie, frei von äußeren Einwirkungen und subjektiven Abänderungen der Transaktionen. Dass man sich damit ganz konkret auf den DAO-Skandal und die folgende Hard Fork bezieht, ist deutlich. Die bewahrte Authentizität ist schließlich der hauptsächliche Faktor, mit dem sich Ethereum Classic von Ethereum abgrenzen will.

 

Weiterhin heißt es: „Wir glauben, dass die zentrale Absicht einer jeden Blockchain Unveränderbarkeit ist; gültige Transaktionen können niemals ausradiert oder vergessen werden. Individuen, die auf Ethereum Classic miteinander interagieren, akzeptieren diese Realität; der Code ist das Gesetz. Wenn Sie Verträge auf Ethereum Classic ausführen, können Sie sicher sein, dass das Netzwerk neutral bleibt. Der Ausgang der Transaktionen wird durch den Code bestimmt, mit dem Sie auf freiwilliger Basis interagieren. Sofern es nicht explizit vom Vertragscode festgelegt ist, gibt es keine Umkehr, kein Rückgängig-Machen, keinen Ausstieg.“

 

Ein wichtiger Unterschied zwischen Ethereum Classic und Ethereum besteht im Konsens-Verfahren. Während Ethereum zum weniger energieintensiven Proof-of-Stake Algorithmus übergegangen ist, verblieb Ethereum Classic beim ursprünglichen Proof-of-Work System. Deshalb ist es möglich, ETC-Token auf traditionelle Weise durch die Konzentration von Rechenkraft zu minen. Ursprünglich gab es, wie bei Ethereum, keine Höchstgrenze an Token, doch 2017 legte die Community eine maximale Verfügbarkeit von 230 Millionen ETC fest.

 

Heutzutage bewegt sich Ethereum unter den Top 3 der wertvollsten Kryptowährungen, während Ethereum Classic etwas abgeschlagen in den Top 20 liegt. Die Marktkapitalisierung, das Trading Volumen und der Marktpreis pro Token liegen weit niedriger als bei Ethereum. Das liegt wohl daran, dass der Großteil der Community die damalige Hard Fork befürwortete. Mit der Enterprise Ethereum Alliance und dem sehr erfolgreichen ERC20-Standard hat Ethereum zwei weitere große Asse im Ärmel, während Ethereum Classic einige Nutzer mit seinem Emerald Software Developer Kit anziehen konnte. Die Emerald Plattform ist ein Open Source Projekt von dem ETCDEV-Team und hilft Web- und App-Entwicklern dabei, schnell in die Welt der DApps einzusteigen.

Für viele Coin-Besitzer ist jedoch nach wie vor die ideologische Streitfrage ein Grund für die Nutzung von ETC anstatt von ETH. Dass sich Ethereum Classic darauf nicht lange ausruhen kann, scheint der Developer-Community jedoch klar zu sein, weshalb man aktiv daran arbeitet, neue und bessere Funktionen zu bauen. Dennoch hat Ethereum Classic einen großen Nachteil: Die Konkurrenz von Ethereum ist zu groß. Auf der Ethereum Plattform wurden bislang über 1.700 DApps entwickelt, wovon über 1.000 live geschaltet sind. Auf Ethereum Classic sind es gerade einmal 10. Es scheint so, als verbleibe die Kryptowährung im Schatten des großen Bruders. Nichtsdestotrotz ist Ethereum Classic eine sehr potente Plattform. Der vergleichsweise niedrige Tokenpreis ist auch ein Argument für Investoren, die auf einen zukünftigen Preisanstieg der deflationären (limitieren) Kryptowährung spekulieren.

 

Vorteile

  1. Ethereum Classic hält die Ideologie von unumkehrbaren Blockchain-Transaktionen aufrecht
  2. mit der Emerald Plattform steht Developern ein hervorragendes Toolkit bereit, mit dem sie in die Welt der DApps einsteigen können
  3. Ethereum Classic hat viele Ähnlichkeiten zu Ethereum (Smart Contracts – DApps), aber auch genügend Besonderheiten, um einen speziellen Markt anzusprechen
  4. ETC-Token sind noch günstig zu kaufen und für Investoren, die dem Smart Contract-Konzept hohe Zukunftschancen zurechnen, interessant

 

Nachteile

  1. Ethereums Konkurrenz ist riesig: Ethereum hat eine größere Community, entwickelt sich mit höherer Geschwindigkeit und liegt unter den Top 3 der wertvollsten und bekanntesten Kryptowährungen
  2. Ethereum Classic hat mit einem allgemein schlechteren Image zu kämpfen
  3. Ethereum Classic verbleibt beim vielfach kritisierten Proof-of-Work Algorithmus

 

Wie Sie ETC kaufen und handeln

Ethereum Classic hat zwar eine niedrigere Adoptionsrate als Ethereum, ist jedoch auf allen wichtigen Börsen vertreten. Dazu gehören ShapeShift, Poloniex, Huobi, Kraken, Changelly, Bittrex, Bithumb, Binance und Anycoindirect.eu. Sofern Sie keinen Direktkauf oder Direkttausch vornehmen wollen, sollten Sie sich an OKEx wenden, denn dort finden Sie für die Währungspaare ETC/BTC und ETC/USDT die größten Liquiditäten vor. Wer ETC gegen Euro traden möchte, sollte auf Kraken oder Coinbase Pro vorbeischauen.

 

Wie Sie ETC aufbewahren

Da sich Ethereum Classic in den Top 20 der Kryptowährungen bewegt, sind die Münzen auch mit einer Reihe von Wallets kompatibel. Die als sehr sicher einzustufenden Hardware Wallets Ledger und Trezor funktionieren einwandfrei mit ETC. Wer Desktop Wallets vorzieht, hat die Wahl zwischen Exodus, Atomic Wallet, Guarda, Parity und Emerald – die projekteigene Emerald Wallet kann dabei auf einem „Full Node“ oder einem „Remote Node“ betrieben werden. Ein Full Node erlaubt es Ihnen, die volle Kontrolle über Ihre Transaktionen auszuüben, am Mining teilzunehmen und einen wichtigen Beitrag zur Netzwerksicherheit zu leisten. Allerdings müssen Sie längere Synchronisierungszeiten in Kauf nehmen. Auch die mobilen Wallets JAXX, Trust Wallet und Coinomi sowie die ebenfalls sehr sichere MyEtherWallet sind mit Ethereum Classic kompatibel.

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